Jingo Farm, New South Wales

Name: Liz Petrovitch

Ort: Sofala, Bathurst

  • lebensfroh
  • kreativ
  • bodenständig

„Wir Menschen haben die Verantwortung uns um die Tiere zu kümmern und ihnen ein tolles Leben zu ermöglichen.“

Stets mit Wollmütze auf dem Kopf und Thermobecher in der Hand trifft man die ehemalige Pubbesitzerin in ihrem kleinen Idyll an.
Durch die Kinderserie „Heidi“ inspiriert wollte sie schon immer Ziegen haben. Auf 120 hügeligen Hektar hat sie sich 2003 schließlich ihren Traum von einer Farm verwirklicht.

Liz ist auf einer riesigen Farm im Outback von New South Wales aufgewachsen. Da einer ihrer Brüder die Farm übernommen hat, hat sie mit 25 Jahren beschlossen ins Pub Business einzusteigen. Der Wunsch nach Tieren und einer eigenen Farm hat nach 10 Jahren dann doch gesiegt und sie hat sich Land in der Nähe von Bathurst gekauft, welches vier Stunden östlich von Sydney auf der anderen Seite der Blue Mountains liegt.
Als Wochenendfarmer und mit ein paar Ziegen hat alles begonnen.

Vom Pub zur Ziegenfarm

Gelebt hat sie hauptsächlich in der Stadt, etwa eine Stunde von der Farm entfernt. Die Wochenenden wurde dann mit den Tieren auf der Farm verbracht.
Das Wochenedfarm Prinzip machen hier übrigens viele Städter. Besonders Büromenschen aus Sydney haben hier ihren Zufluchtsort fernab der Zivilisation. Mitten im Busch mit ein paar Rinder, Schafen oder Pferden, so ganz ohne Handynetz aber mit  ganz viel Natur und Ruhe genießen sie hier ihre Zeit.

Liz besitzt inzwischen 600 südafrikanische Burenziegen.
Der männliche Nachwuchs wird gemästet und anschließend für den australischen Markt geschlachtet. Ziegenfleisch gilt für viele als Delikatesse.
Die weiblichen Ziegen gehen im Alter von knapp einem Jahr an ein Züchtungsprogramm nach Malaisien oder werden für die eigene Nachzucht behalten.

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Der braune Kopf und der weiße Körper sind charakteristisch für die Burenziegen

Wandern mit Ziegen

Liz möchte jedoch ein bisschen unabhängiger vom Markt werden und da sie abenteuerlustig ist und gerne Dinge ausprobiert, hat sie beschlossen ein Ziegen Trekking Business zu starten. Damit ist sie die erste in Australien.
Für ihre „abgefahrenen“ Ideen wird sie von einigen Menschen nur müde belächelt doch mit ihrer unglaublich motivierten Art zieht sie ihr Ding einfach durch.

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Die Ziegen hören auf ihre Namen und gehorchen Liz. Denn mit Butterkeksen werden all ihre Tiere bestechlich

Arbeiten gegen Kost und Logis

Ich muss ja gestehen, dass ich Ziegen unglaublich gerne habe und die Zeit auf dieser Farm sehr genossen habe.
Zwei Wochen lang habe ich Liz über helpX unterstützt und unglaublich viel über diese wunderbaren Tiere sowie über alternative Praktiken der Grünlandpflege gelernt.

HelpX ist vom Prinzip her das gleiche wie wwoofing.
Freiwilliges Arbeiten für Kost und Logis, nur dass über helpX mehr als nur Arbeiten auf Farmen angeboten wird.

Genau wie wwoofing finde ich helpX eine großartige Möglichkeit am Leben vor Ort teil zu nehmen, Menschen kennen zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln.

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